Dogdance - Begriffe
Agility
Eine ganz andere Sportart, aber auch sehr spaßig: Der Hund überwindet einen immer wieder neu gestellten Geräteparcours auf Anweisen des Hundeführers hin. Die Geräte können ganz unterschiedlich sein: Sprünge, Laufsteg, Wippe, Reifen, Tunnel etc.
"Chaining"/ Verhaltensketten bilden
Der Hund lernt nicht nur einzelne Übungen auf ein Signal hin zu zeigen, sondern mehrere Übungen zu einer Kette zu formen. Diese Kette wird dann lediglich mit einem Sicht- oder Wortkommando abgefragt. Besonders für die fortgeschrittenen Dogdancer und ihr Choreotraining sehr spannend.
Clickertraining
Eine Ausbildungsmethode, die auf dem Prinzip der positiven Verstärkung beruht. Der Clicker ähnelt einem Knackfrosch und wird betätigt, wenn der Hund etwas richtig gemacht hat. So kann der Hund punktgenau bestätigt werden und sein Kopf ist nicht von Leckerlies vor der Nase blockiert.
Dogdancing/ Dog-Dancing/ (Canine) Musical Freestyle
Alles andere Namen für Dogdance. Die Abkürzung DD setzt sich immer mehr durch. Mir gefällt der Begriff Dogdance am besten, da sich mir die Übersetzung Hundetanz am logischsten erschließt.
Doggidog
Ein Hund, der sich fast auschließlich an einem oder mehreren anderen Hunden orientiert, nicht am Menschen. Es ist sehr schwer für den Menschen dieses Beziehungsverhältnis umzustellen, aber es ist möglich!
freies Formen/ Free-Shaping
Der Hund erarbeitet sich eine Übung komplett alleine, der Mensch gibt ähnlich dem Heiß-Kalt-Spiel Hinweise, ob der Hund auf dem richtigen Weg ist, oder nicht. Die ganze Übung wird in viele kleine Schritte zerlegt, so dass der Hund immer wieder schnell zum Erfolg kommt. Echte Kopfarbeit für die Hunde! Bei vielen Tricks meine bevorzugte Methode.
Frisbee/ Dogfrisbee/ Discdogging
Auch eine ganz andere Sportart, bei der Hund und Mensch zusammen mit einer Frisbeescheibe spielen. In der Freestyle-Kategorie wird eine Kür zur Musik präsentiert, in der neben Wurf-/Sprungkombinationen auch typische Dogdancetricks eingebaut werden können.
Futterbeuteltraining
Der Futterbeutel stellt eine Brücke zwischen Futter und Ball dar. Dort wo der Ball bei vielen Hunden Hysterie und Hektik auslöst, kann der Futterbeutel noch gedämpft genug Jackpot sein. Eine kleine Tasche wird mit Leckerlies gefüllt, der Hund erhält immer für das Bringen ein Leckerlie aus dem Beutel.
Futterlocken/ Luring
Eine Trainingsmethodik, bei der dem Hund ein Leckerchen vor die Nase gehalten wird, um ihn so in bestimmte Positionen zu bringen und daraus Tricks entstehen zu lassen. Bei uns inzwischen fast nicht mehr angewandt, da die meisten Hunde entweder zu hibbelig werden oder durch die Gehirnvernebelung erst sehr spät begreifen, was sie mit allen ihren Beinen überhaupt gelernt haben. Aber trotzdem nicht zu verdammen, denn in ganz bestimmten Situationen mit bestimmten Hunden immer wieder Zaubermethode :-) weil eben sehr motivational.
"Hände weg"
Eine Trainingsvariante, bei der nicht über bestimmte Führhilfen oder körperliche Einwirkungen gearbeitet wird.
Heelwork to Music
Eine Sportart, die dem Dogdance sehr ähnlich ist, allerdings wird hier großen Wert auf die Fußarbeit (=Heelwork) gelegt. Die Richtlinien sind auch enger gefasst als beim Dogdance.
Jackpot
Eine "Superbelohnung", die immer, wenn irgendetwas ganz besonders schön war, gegeben werden kann. Entscheidend ist, dass der Jackpot für den Hund eine höhere Wertigkeit haben muss, als die normale Bestätigung. Das kann bei jedem Hund etwas anderes sein! Bewährt haben sich größere Mengen Futter aus der Hand oder auf dem Boden oder viele Clicks hintereinander (wobei ich dann trotzdem nach jedem Click ein Leckerlie gebe!).
Kong
Ein ovaler ballähnlicher Gegenstand, den man auf ganz unterschiedliche Weise mit Futter befüllen kann. Manchmal mit Border-Blag zu Hause die einzige Entspannungsmöglichkeit :-)) Die Hunde lieben das Ausnuckeln und sind zumindest kurzzeitig supergut beschäftigt. In der Linkliste "Nützliches Für den Dogdancer" führt ein Link zu Heikes gesammelten Kongrezepten.
Kür/ Choreographie
Beim Dogdance ist das Endziel das Erstellen einer Choreographie zu einem Musikstück, das heißt man plant, wann man genau welches Kunststück oder welche Tanzeinlage ausführt. Die Vollendung nennt man dann Kür (wie im Pferdesport).
Leckerlies
Beim Training sollte man darauf achten solche Leckerlies zu wählen, die der Hund einigermaßen schnell verschlucken kann, auf denen er also nicht so lange herumkauen muss. Zum Beispiel eignet sich eins von den selbstgemachten Hundebroten, zum Beispiel das Hackfleischbrot: 500g Hack, 500g Mehl, 5 Eier, 5 EL Öl, alles miteinander zu einem Brotteig vermengen, in eine Kastenform füllen, ca. 50 Minuten bei 170 Grad backen, rausnehmen und in Scheiben schneiden. Am besten hat sich der Tip von Dani und Morty bewährt einen Teil einzufrieren und bei Bedarf aufzutauen. Was man benötigt, kann man sehr klein schneiden oder brechen. Schmeckt gut, man weiß was drin ist, und es ist schnell verschluckt :-)
Motivation
Eine Grundvorraussetzung im Dogdance-Training! Der Hund muss erst arbeiten wollen, bevor wir wirklich arbeiten können, das heißt, seine Motivation muss sehr hoch sein. Es gibt verschiedene Techniken, die Motivation des Hundes zu erhöhen, zum Beispiel mit Futter oder mit einem Beuteobjekt. Man erkennt eine hohe Motivation des Hundes an dem "Ich-will-etwas-lernen-Blick" :-)
Obedience
Eine andere Sportart als Dogdance, in der der Ursprung des Dogdance liegt. Gehorsamsübungen, wie das Sitz, Platz und Steh in allen Variationen, Vorrausschicken, Apportieren und Springen, gehören ebenso dazu, wie eine saubere, enge, motivierte, freudige Fußarbeit. Das Rally-Obedience ist eine Abwandlung, bei der ein Parcours aus Gehorsamsstationen bewältigt werden soll, Die einzelnen Stationen lehnen sich ans Obedience an, aber man kann natürlich auch selbst kreativ sein :-)
Shaping (=Formen)
Ähnlich dem freien Formen, jedoch mit bestimmten Arten von Hilfestellungen, zum Beispiel einem Leckerlie, also nicht ganz frei. Aber auch hier geht es darum ein Verhalten zu formen, indem man die Übung in kleinen Schritten zusammensetzt.
"Targetting"
Eine Variante des Trainings, bei der man den Hund ohne ihn zum
Beispiel mit Futter oder einem Ball zu locken zu einem Zielpunkt (=engl.
Target) laufen lässt. Viele führen über den
so genannten
Targetstick (=Zeigestab), oder benutzen ihre Hand als
Target
(Handtarget). Hierbei soll der Hund den Gegenstand mit der Schnauze
berühren. Andere Targets kann der Hund mit der Pfote oder
mit dem Hinterteil oder mit anderen Körperteilen berühren; je nachdem, was man gerade
benötigt.
Timing
Das richtige Timing der Belohnung, bzw. des Clicks, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg im Training. Bin ich zu früh, komme ich auf Dauer nicht weiter, clicke ich zu spät, zeigt der Hund eventuell schon etwas anderes, und ich habe das falsche Verhalten bestätigt.
Trickdogging
Auch eine andere Sportart als Dogdance, jedoch mit ähnlichen Komponenten. Trickdogging ist für mich eine Mischung aus Dogdance-Tricks, service dog Übungen und Filmhundetraining. Also für jeden was dabei ;-)